Willkommen bei der Lenné-Akademie

Plakette BB

Lenné-Akademie beschließt: Wir machen mit bei der Aktion „Natur im Garten“!

 

Der Vorstand hat in seiner Sitzung am 28. April beschlossen, in diese Aktion einzusteigen. Nach sorgfältiger Abwägung des Für und Wider! Nach einer intensiven Beratung seit der letzten Mitgliederversammlung am 4. November 2016! Eine Beratung auch mit der Präsidentin von Natur im Garten International, Christa Ringkamp, Berlin.

Die Aktion „Natur im Garten“  verstehen wir ausdrücklich und nachdrücklich als Mitmachaktion für unsere Mitglieder!

Der Vorstand hat dazu folgende Verabredungen getroffen:

  • Die LAGG tritt der Aktion „Natur im Garten“ bei und beantragt für ihren Einzugsbereich die Ermächtigung zur Zertifizierung von Gärten und zur Ausgabe von Plaketten „Natur im Garten“.
  • Dr. Achim Friedrich hat sich bereit erklärt, die erforderliche Zertifizierung zu erwerben als Voraussetzung, sowohl Gärten zu zertifizieren als auch Personen auszubilden, damit diese zur Zertifizierung berechtigt sind.
  • Die Umsetzung der Aktion „Natur im Garten“ durch die LAGG erfolgt schrittweise und zunächst ohne Beantragung öffenicher Mittel, da diese einen erheblichen Verwaltungsaufwand erfordert. Ziel bleibt es allerdings, die Aktion durch öffentliche Unterstützung zu beschleunigen und zu verbreitern.
  • Dr. Friedrich erklärt sich bereit, die Kleingartenfachberater für eine aktive Unterstützung zu gewinnen und die Aktion ggfs. auch außerhalb der Kleingärten durchzuführen.
  • Mitglieder der Lenné-Akademie sollen gewonnen werden, die Aktion „Natur im Garten“ zu unterstützen und sich ggfs. zum Zertifizierer ausbilden zu lassen.
  • Durch eine umfangreiche Öffentlichkeitsarbeit soll auf die Aktion „Natur im Garten“ aufmerksam gemacht werden, um auf diesem Wege einen breiten Interessentenkreis an der Auszeichnung mit der Plakette aus allen grünen Bereichen zu gewinnen.

 

  • Was wir davon hoffen, ist die Wirkung und Macht des Beispiels“, so würde Peter Joseph Lenné diese Aktion einordnen. Wir erhoffen uns, wenn die Idee zündet, natürlich auch eine eigenständige Einnahmequelle für unsere Aktivitäten. Auch wenn das im Augenblick sehr optimistisch klingt. Auf geht’s!

 

 

Dr. sc. Achim Friedrich, amtierender Vorsitzender unseres Kuratoriums,

beschreibt die Aktion „Natur im Garten“ als eine neue Aktivität der Lenné-Akademie wie folgt:

Am 28. April des Jahres beschloss der Vorstand der LAGG den Beitritt zur Aktion „Natur im Garten“ (NIG). Das erfolgte, nachdem Struktur und inhaltliche Orientierung der Aktion in unserer Mitgliederversammlung am 05. 11. 2016 vorgestellt wurden und im Nachgang noch weitere Gespräche mit Vertretern der Aktion stattgefunden haben.

Auf der Grundlage des Vorstandsbeschlusses nahm ich vom 11. bis 15. Juni gemeinsam mit Mitgliedern der Garten-Akademie Sachsen-Anhalt und einigen Interessenten aus österreichischen Bundesländern in Tulln an der Donau an einem Lehrgang  teil.

In dieser Stadt befindet sich das organisatorische Zentrum der Aktion mit gegenwärtig  33 Mitarbeitern. Die Aktion ist Teil der Umweltpolitik des Landes Niederösterreich mit einer speziellen Gartenphilosophie. Diese ist darauf gerichtet, das ökologisch-biologische Gärtnern im Freizeitgartenbau zu propagieren und als Bewegung im Bereich der Gartenbesitzer praktisch wirksam zu machen.

Das geschieht mit zunehmendem  Erfolg. So wurden unter anderem im Jahre 2016 insgesamt 820 Seminare mit insgesamt 19000 Teilnehmern durchgeführt. Bisher konnten  14764 Plaketten „Natur im Garten“ vergeben und 131 Schaugärten eingerichtet werden.

Die zentrale Aufgabe der Aktion besteht in einer umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit, die alle Medien, Beratung per Gartentelefon und vor Ort, sowie sehr umfangreiches Lehrmaterial umfasst und die Arbeit VOR ORT, d.h. bei den Bewerbern/ Hobbygärtnern beinhaltet. Es werden alle Altersgruppen der Bevölkerung, vom Kind bis zum Senior, vom Hobby- bis zu den Erwerbsgärtnern, vom Landschaftsarchitekten bis zum Produzenten von Hilfsmaterialien für den Gartenbau, vom Einzelindividuum bis zu den Kommunen angesprochen. Es ist somit eine umweltpolitische Aufgabenstellung der niederösterreichischen Landesregierung.

Die Aktion richtet sich an die Millionen  Gartenbesitzer und -nutzer, die frei von ökonomischen Zwängen das von ihnen bewirtschaftete Gartengrundstück dem Naturschutz  und damit der Erhaltung der Artenvielfalt zur Verfügung stellen können/wollen. Sie  ist eine Alternative zu den umweltgefährdenden Formen moderner Agrarwirtschaft.

Was beinhaltet die Aktion im Grundsatz?

 Im Mittelpunkt steht die Aufgabe, die Bewirtschaftung eines Gartens nach umweltrelevanten Aspekten. Das beinhaltet: Bewirtschaftung eines Gartens ohne Pestizide, ohne Mineraldünger und ohne Torf als Kernkriterien, Weitere Bewertungskriterien sind  7 Naturgartenelemente wie Wildstrauchhecke, Blumen/Sträucher sowie 8 Merkmale zur Bewirtschaftung des Gartens (u.a. Komposthaufen, Nützlingsunterkünfte, Mischkultur). Damit richtet sich der Schwerpunkt auf eine umweltorientierte Bewusstseinsbildung  in großen Teilen der Bevölkerung.

Wer seinen Garten nach den o. g. Kriterien nutzt, kann die Vergabe der Plakette „Natur im Garten“  beantragen.  Zertifizierte Gutachter beraten die Antragsteller vor Ort und begutachten den Garten. Werden die Kriterien erfüllt, dann erhält der Antragsteller die Plakette, die er öffentlichkeitswirksam an der Gartenpforte/ am Grundstück anbringt.

Damit ist ersichtlich: die Aktion beinhaltet  im Kern einen Bildungsauftrag. Und das ist ja auch die elementare Aufgabenstellung der LAGG. NIG  eröffnet  für uns ein neues Arbeitsfeld,  das viele Facetten des  Lennéschen Gedankengutes gegenwartsbezogen ausfüllt.  Um auf dem Wege NIG im Rahmen der LAGG-Arbeit erste Schritte gehen zu können, bedarf es der aktiven Unterstützung der  Mitgliedschaft.

 Ich stelle folgende Fragen an Sie:

  • · Wer kennt Gärten, die bereits in diesem Jahr mit der Plakette bzw. als Schaugarten zertifiziert werden könnten? 
  • · Wer hat Interesse an der aktiven Mitarbeit bei der Umsetzung der notwendigen Aktivitäten?
  • · Wer möchte sich an der notwendigen Öffentlichkeitsarbeit beteiligen?
  • · Wer möchte  als Berater/Gutachter (Zertifizierer) wirksam werden?
  • Wer zu den gestellten Fragen aktiv werden möchte, kann dies unter folgenden Kontakten kundtun:

Dr. Achim Friedrich, Tel.: 0331 6003660; Mail: ako-friedrich@web.de

Dr. Margarete Löffler, Tel.: 03328 3517535; Mail: info@lenne-akademie.de

Roselies Großer, Tel.03327 55180; Mail roseliesgrosser@t-online.de

Weitere Informationen über die Aktion: www.naturimgarten.at

 

Kriterien für die Vergabe der Plaketten

Kernkriterien (diese müssen alle erfüllt werden):

  • · Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger
  • · Verzicht auf Pestizide
  • · Verzicht auf Torf

Naturelemente (davon müssen 5 erfüllt werden):

  • · Wildstrauchhecke
  • · Wiese oder Wiesenelemente
  • · Zulassen von Wildwuchs
  • · Wildes Eck
  • · Sonderstandorte (feucht oder trocken)
  • · Laubbäume
  • · Blumen und blühende Stauden

Bewirtschaftung  & Nutzgarten (davon müssen 5 erfüllt werden):

  • · Komposthaufen
  • · Nützlingsunterkünfte
  • · Regenwassernutzung
  • · Umweltfreundliches Material
  • · Mulchen
  • · Gemüsebeete u. Kräuter
  • · Obstgarten Beerensträucher
  • · Mischkultur - Fruchtfolge - Gründüngung

 

Natur im Garten als Chance für die Lenné-Akademie?!

  • Welche Bedingungen für die Anerkennung eines Gartens bzw. Parks müssen erfüllt werden? Drei Kernkriterien  müssen erfüllt werden: Keine Pestizide, kein leichtlösliche Mineraldünger und kein Torf.
  • Für Naturgartenelemente wie z.B. Wiese, wilde Ecke, Laubbäume, die mit bis zu 2 Punkten bewertet werden, müssen 5 Punkte erreicht werden.
  • Für Bewirtschaftung und Nutzgarten wie z.B. Kompost, Mulchen, Gemüsebeete, jeweils mit bis zu 2 Punkten bewertet, müssen 5 Punkte erreicht werden.
  • Ziel sind naturnahe Gärten mit eigenen Nährstoffkreisläufen, mit Bodenschonung und Bodenbedeckung und mit Schutz der Nützlinge.
  • Weiterführende Infos: Z.B. der Flyer der Gartenakademie Sachsen-Anhalt ist angefügt (hier anklicken)
  • Welche Gärten bzw. Parks kommen im Rahmen des Projekts Natur im Garten in Betracht und wer sollte zur Teilnahme angesprochen werden?  Hausgärten, Schulgärten, Kindergärten, Kleingärten, geeignete kommunale und private Parks, Grünanlagen von Wohnanlagen, Hotels, Krankenhäusern und Industrieanlagen, Kirchhöfe, Friedhöfe und Pfarrgärten, Schaugärten, Schulgelände und Gartenarbeitsschulen.
  • Förderung des Projektes Natur im Garten mit öffentlichen Mitteln 
  • Knappe öffentliche Kassen legen eine Finanzierung in erster Linie  aus EU-Programmen nahe: in Brandenburg in den sog. LEADER-Regionen, in Berlin aus Mitteln des ESF (Europ. Sozialfonds). In beiden Fällen ist die Förderung von Personalkosten möglich. Die Förderung ist allerdings mit Verwaltungsaufwand verbunden. Ansprechpartner für die Förderung:
  • Brandenburg: Z.B. LEADER-Region OPR (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) für Projekt im Zusammenhand mit der LAGA Wittstock
  • Berlin: ESF-Förderung FÖJ(Freiwilliges Ökologisches Jahr) > Sen.S+W
  • Alternative Förderung über Umweltstiftung, Lottomittel, Sponsoren prüfen

Finanzierung des Projektes Natur im Garten

  • Nach einer längeren Startphase ist zu erwarten, dass die Einnahmen aus dem Projekt ausreichen, die laufenden Kosten zu decken. Die Prognose ist allerdings unsicher. Die EU-Förderung wird voraussichtlich nur in der Startphase für 2 – 3 Jahre laufen. Ob und wann das Projekt dazu führt, dass die LAGG einen  sich selbst tragenden Arbeitsbereich daraus entwickelt, hängt von der ausreichend bemessenen Startphase ab.
  • Rechtliches und Organisatorisches
  • Die Lenné-Akademie als gemeinnütziger Verein kann rechtlicher Träger des Projekts und Zuwendungsempfänger für die Förderung aus öffentlichen Mitteln sein.

Startphase

  • In der Startphase sollten gut geeignete Gärten und Parks gesucht werden, um das Projekt bekannt zu machen und Interesse an der Auszeichnung zu wecken. Dazu gehören Schulgärten bzw. Schulgelände, Gartenarbeitsschulen und der Lehrgarten Cottbus, kleinere Parks und Schaugärten. (In Berlin hat ein Wildbienen-Schaugarten im Gartenzentrum der Gartenfreunde Treptow e.V. am Europäischen Wettbewerb 2015 von Natur im Garten International teilgenommen). Bei Schulgartenwettbewerben könnte mit der Bewertung zugleich über die Auszeichnung Natur im Garten entschieden werden. Weitere geeignete Beispiele: ….

Öffentlichkeitsarbeit

  • Öffentlichkeitsarbeit kommt eine wichtige Aufgabe zu, nämlich Beispiele zu kommunizieren, damit das Projekt in den verschiedenen Bereichen bekannt gemacht wird, z.B. Hausgärten, Kleingärten, Schulgärten.